Nachruf Bernd Binkle

Zum Tode von Bernd Binkle

 

Er war damals dabei, als im Mai 1980 in der Gastwirtschaft Naumann die Ortsgruppe Altstadt im damaligen „Deutschen Bund für Vogelschutz (DBV)“ aus der Taufe gehoben wurde. Und über vier Jahrzehnte hinweg gehörte er zu den Aktivposten in dem später in „Naturschutzbund (NABU) umbenannten Umweltverband:

Bernd Binkle, seit der Gründung eine verlässliche Stütze des Vereins, ist am 10. April 2026 in seinem 81. Lebensjahr verstorben. In vielerlei Hinsicht engagierte er sich für den Naturschutz vor Ort, übernahm verschiedene Vorstandsfunktionen und war vor allem bei Arbeits- und Pflegeeinsätzen immer zur Stelle. Besonders der „Wäschbach“, der vom Altstadter NABU seit Jahrzehnten unterhalten wird, lag ihm besonders am Herzen – war sein Großvater Karl doch schon zu Bernds Kindheit mit der Pflege des Gewässers betraut. Bernd fehlte nie, wenn es darum ging, Bäume und Sträucher zu pflanzen, Kopfweiden zu schneiteln, Nistkästen an auch an diffizilen Orten aufzuhängen und zu reinigen. Auch war es ihm nie zuviel, auch zu ungewöhnlichen Uhrzeiten nach dem Rechten zu schauen.

Lange Zeit übernahm er die Betreuung des NABU-Materiallagers auf dem Lerchenberg. Dass er sich bestens auf der Altstadter Gemarkung auskannte, war für viele, vor allem neue Mitglieder, hilfreich. Brachte sich Bernd Binkle zunächst als Beisitzer im Vorstand ein, so wurde er in der Generalversammlung 2001 zum stellvertretenden Vorsitzenden der NABU-Ortsgruppe gewählt, ein Amt, das er bis 2016 innehatte.

Eine wichtige Rolle spielte er auch als Bindeglied zu den örtlichen Jägern. Nicht zuletzt ist es sein Verdienst, dass es nie zu Konflikten zwischen Jagd und Naturschutz gekommen ist und der Gesprächskanal immer sperrangelweit offenblieb.

Im Altstadter Naturschutzbund hinterlässt Bernd Binkle eine große Lücke.

 


Meldungen und Informationen des NABU

Insekten- und Vogeltränken

Natürliche Gewässer sind vor allem in Siedlungen schwer zu finden. Vögel und Insekten sind aber auf zugängliche Wasserstellen angewiesen. Wie Sie ihnen helfen können

Offene Wasserstellen wie Wasserbehälter auf Viehweiden werden für Insekten, Vögel und andere Gartenbewohner schnell zur tödlichen Falle. Sobald der Wasserstand abgesunken ist und sie schlecht an das begehrte Nass herankommen, fallen die Tiere hinein und verenden; nicht nur unsere heimischen Singvögel, wie Amsel, Meise oder Star, die in offenen Wasserbehältern auf Wiesen und Weiden ertrinken, sondern auch junge Schleiereulen, Steinkäuze und große Greife, wie Mäusebussarde und Rotmilane. Das Risiko für viele Insekten, an Vogeltränken beim Wasser holen zu ertrinken, ist groß.  Unbehandelte Holzbretter oder Äste, die über den Rand der Wasserstelle ragen; offene Wasserbehälter sollten mit einem „Rettungs-Floß“ (schwimmende Bretter oder Baumscheiben) versehen werden oder Holzfloße ermöglichen den Ausstieg und können lebensrettend sein.

Im eigenen Garten lassen sich ohne viel Aufwand Tränken für Vögel und Insekten aufstellen. Wichtig ist, dass   Insektentränken nicht zu tief ist und einen flachen Einstieg haben.

Das oberste Gebot bei allen Tränken, ist die Sauberkeit. So sollte die Tränke mindestens einmal pro Woche gereinigt und das Wasser gewechselt werden, bei entsprechend öfter. Bei der Reinigung ist auf chemische Mittel zu verzichten.

Insektentränken stattet man am Besten mit natürlichen Materialien aus, die man unter anderem im Garten findet. Eine Mischung aus Steinen, Zweigen und Moos sind ideal, um die Tiere mit Wasser zu versorgen, ohne sie dabei in Lebensgefahr zu bringen.

Die oft empfohlene Alternative, aus optischen Gründen auch bunte Glasmurmeln zu verwenden. Diese erhitzen sich jedoch unter starker Sonneinstrahlen Murmeln so stark, dass darauf landende Insekten verbrennen.

Der ideale Standort für eine Insektentränke ist sonnig, warm und windstill - gern in der Nähe insektenfreundlicher Pflanzen.

Vogeltränken werden an heißen Tagen auch gerne als Vogelbad aufgesuchte. Dafür sollte der Behälter laut LBV etwa 2,5 bis 10 Zentimeter tief sein. Wichtig ist ein flacher Rand und ein rauer Boden, damit die Vögel Halt haben und nicht rutschen. Tränken und Vogelbäder sollen an einem katzensicheren Standort aufgestellt werden. Ideal ist ein erhöhter und leicht einsehbarer Platz, von dem aus Gefahren rechtzeitig zu erkennen sind. In der unmittelbaren Nähe sollten sich keine

Swimmingpools, Gartenteiche und Regentonnen stellen für die tierischen Gartenbewohner eine Gefahr dar. Brunnen, die über einen glattwandigen Auffangbehälter verfügen oder steilwandige Behälter, wie Regentonnen oder Zinkwannen, werden zur tödlichen Falle. Auch Pools und Teiche mit steilem oder besonders glattem Rand bzw. Ufer werden ebenso wie unverschlossene Regentonnen zur Gefahr. Einmal im Wasser gefangen, haben Tiere wie Vögel, Eichhörnchen, Maulwurf, Igel usw. keine Chance, der Falle zu entrinnen.

                                                                                                                                                                                                                                                      Quelle: NABU, LBV

Keine Angst vor Hornissen

Bei anhaltend schönen Sonnentagen lassen sich Hornissen, Wespen und Co wieder vermehrt in unseren Gärten blicken. Kein Grund zur Panik, wenn einige einfache Regeln beachtet werden.

Hornissen sind vom Aussterben bedroht und deshalb durch das Bundesnaturschutzgesetz und durch die Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt. Die Hornisse darf nicht getötet und ihr Nest nicht beschädigt oder sogar zerstört werden. Die friedliche Hornisse sticht nur, wenn sie sich bedroht fühlt. Der Anlass ist meist vermeidbares menschliches Fehlverhalten.

Ist es passiert, bewahren Sie Ruhe. Es ist ein Märchen, dass Hornissenstiche gefährlicher sind, als Bienen- und Wespenstiche. Die Hornisse wehrt sich mit einem Adrenalinhemmer gegen ihren vermeintlichen Angreifer. Die Einstichstelle gleich kühlen. Nehmen Sie keinen Alkohol zu sich, besser einen starken Kaffee, der den Kreislauf anregt und die Adrenalinausschüttung verstärkt. Bei mehreren Stichen kann Calcium genommen werden.

Liegt eine Insektenstich-Allergie vor (2 - 3% der Bevölkerung) sicherheitshalber sofort ärztliche Hilfe hinzuziehen. Allergiker sollen im Sommer und Herbst immer ein Notfallset mitführen.

Der NABU Saarland, das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) als Artenschutzbehörde und die saarländischen Hornissenberater setzen sich dafür ein, dass Hornissennester geschützt und erhalten bleiben können. Deshalb beraten wir Bürgerinnen und Bürger, die sich wegen Hornissen in ihrer Wohnumgebung Sorgen machen, gerne und ausführlich.

Weitere Einzelheiten im NABU-Flyer (pdf).

Kontakt: NABU Saarland, Landesgeschäftsstelle, Tel. 0 68 81 / 9 36 19 - 0

Auffangstationen im Saarland

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