Neue Webseiten des NABU Altstadt

Die NABU-Ortsgruppe Altstadt hat sich entschieden, einen neuen Webauftritt zu erstellen und dafür das  TYPO3-Template des NABU Landesverbandes zu…

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Wildblumenwiesen

In diesem Jahr haben wir zusätzliche Flächen auf der Altstadter Gemarkung in Wildblumenwiesen verwandeln.

Foto: Marion Geib

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Schwalben willkommen

Aufruf an alle Hauseigentümer und Hauseigentümerinnen!

Jahrhundertelang waren Schwalben für uns Menschen ganz selbstverständliche Mitbewohner. Heute…

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Recycling von ausgedienten Handys

Wenn Sie ein ausgedientes Handy haben, geben Sie es bitte beim NABU ab.

Der NABU setzt sich seit 2006 für das Handyrecycling ein und hat zahlreiche…

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NABU App Vogelwelt

Für die Vogelbestimmung war lange Zeit ein gutes Bestimmungsbuch unverzichtbar. Das ist es im Prinzip immer noch, doch das "Buch" muss heute nicht…

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NABU-Programm
Programm 1. Halbjahr 2022

Vorträge, Exkursionen und Wanderungen in Kooperation mit der Kreisvolkshochschule Saarpfalz.

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Meldungen und Informationen des NABU

Die Wahl zum Vogel des Jahres 2022

Die öffentliche Wahl zum Vogel des Jahres 2022 ist am 6. Oktober gestartet. Auf www.vogeldesjahres.de kann bis einschließlich 18. November 2021 gewählt werden. Noch am selben Tag wird dann der gefiederte Sieger bekannt gegeben.

In Deutschland leben etwa 300 Vogelarten. Damit die Wahl etwas erleichtert wird, haben die Vogelkundler des NABU und LBV fünf Arten ausgesucht, unter denen abgestimmt werden kann. Es wird eine spannende Wahl - alle fünf hätten den Titel verdient:

  • Bluthänfling
  • Feldsperling
  • Mehlschwalbe
  • Steinschmätzer
  • Wiedehopf

Der Feldsperling ist bald gefährdet, die übrigen 4 Arten sind bereits gefährdet bzw. stark gefährdet.

Jeder der fünf Kandidaten steht für ein Naturschutzthema, das unsere Aufmerksamkeit braucht. So sind mit Mehlschwalbe, Steinschmätzer und Wiedehopf gleich drei Zugvogelarten auf der Wahlliste. Zugvögel leiden besonders stark unter dem Klimawandel, da sie auf intakte Verhältnisse an mehreren Orten der Welt angewiesen sind. Feldsperling und Bluthänfling haben ebenfalls mit akuter Wohnungsnot zu kämpfen und brauchen sowohl im Siedlungsbereich als auch auf Ackerflächen mehr Rückzugsorte.

Sein gruseliger Name täuscht: der Bluthänfling ist kein Greifvogel, sondern eine kleine Finkenart mit roter Brust und einer Vorliebe für vegetarische Kost, wie Körner, Samen und Früchte. Sein Bestand ist gefährdet, weil er in monotonen Ackerlandschaften keine Heimat findet. Er fordert für seinen Brutplatz: „Mehr Hecken zum Verstecken!“

Den Feldsperling dürfte jeder und jede schon einmal gesehen haben. Er hat sich wie auch der Haussperling den Menschen angepasst und lebt häufig in unseren Siedlungen. Die Spatzenart hat nach der Brutzeit ein ausgeprägtes Sozialverhalten, die Vögel versammeln sich dann gern in Sträuchern. Der Feldsperling brütet in Baumhöhlen oder Nistkästen und fordert auch deshalb: „Ohne Gehölz, ohne mich!“

Die Mehlschwalbe hat als Insektenfresser und Gebäudebrüter zwei Probleme, die ihren Bestand gefährden: Durch das Insektensterben hat sie weniger Nahrung zur Verfügung. Zudem gehen ihre Nistplätze z.B. bei Gebäudesanierungen verloren. Ihr Wahlkampfslogan lautet darum: „Mieterschutz für Vögel!“

Der Steinschmätzer ist wie auch die Mehlschwalbe ein Langstreckenzieher und mit 30.000 Kilometern Jahreszugstrecke rekordverdächtig unter den Singvögeln. Vom Aussterben bedroht ist diese Art bei uns, weil sie immer weniger Lebensraum zur Verfügung hat. Der Steinschmätzer braucht offenes, vegetationsarmes Gelände. Darum geht er mit dem Slogan „Mut zur Brache!“ ins Rennen.

Der Wiedehopf ist mit seinem langen Schnabel und seinen orangefarbenen Scheitelfedern der optisch spektakulärste Kandidat. Er lebt gerne in besonders warmen Gegenden, in Deutschland z.B. am Kaiserstuhl. Die Art wäre deutlich häufiger, wenn es mehr halboffene Landschaften mit vielen Insekten gäbe, wie Weideflächen oder pestizidfreie Weinberge. Der Wahlkampfspruch des Wiedehopfs heißt: „Gift ist keine Lösung!“

Schauen Sie sich mal das Video an.

Text: NABU und LBV

Jetzt ziehen die Kraniche wieder

Auf ihrem Weg von der Ostsee in ihre Winterquartiere im Südwesten Europas ziehen zahlreiche Kraniche auch über das Saarland und weiter bis zum großen Zwischenrastplatz am „Lac du Der“ in Nordfrankreich. Der Lac du Der-Chantecoq liegt in der südlichen Champagne, in der Region Grand Est und ist mit knapp 48 km² der größte Stausee in Frankreich. Das Ziel der meisten Kraniche ist die spanische Extremadura, wo sie den Winter verbringen. 

Für den Naturbeobachter sind die ziehenden Kraniche an ihrer keilförmigen Formation und den lauten Rufen zu erkennen. Die kräftigen und erfahrenen Tiere fliegen an der Spitze, dann folgen die Familien mit ihren Jungtieren. Bei günstigen Flugbedingungen können die bis 1,30 Meter großen Tiere ohne Halt bis nach Südeuropa fliegen. Manche legen insbesondere bei Wetterumschwüngen aber auch eine Rast ein. Hier ist Rücksichtnahme notwendig, weil die Kraniche bereits eine weite Flugstrecke hinter sich haben, wenn sie eine Pause einlegen. Sie brauchen Ruhe und die Gelegenheit, etwas zu fressen und somit wieder Kräfte zu sammeln.

Myxomyceten in blauer Farbe

Ganz in Blau kamen sie daher, obwohl es so etwas eigentlich laut Lehrbuch gar nicht gibt. Im Schwarzweiherflusstal bei Lautzkirchen entdeckte Klaas Hoffmann von den Pilzfreunden Saar-Pfalz kleine türkisblaue Perlen auf einem Baumstumpf am Bach. Vom Aussehen zweifelsfrei ein Myxomycet, aber die Art war aufgrund mangelnder Reife zunächst nicht bestimmbar. Beim Nachreifen zu Hause entpuppte sich der blaue Schleimpilz als eine im feuchten Frühjahr sehr häufige Art, Ceratiomyxa fruticolosa var. porioides. Diese Art ist normalerweise in weiß oder gelb fruktifizierend, so auch großflächig am umliegenden Totholz.

Eine Nachfrage bei den Autoren des Standardwerkes „Myxomyceten“, Karl-Heinz Baumann und Wolfgang Nowotny, brachte zwar keine Erklärung für eine solche Blaufärbung; aber großes fachliches Interesse. Kurz darauf wurde mir über einen weiteren blauen Fund aus Mittelfrankreich berichtet; ein paar Tage darauf schickte mir W. Nowotny das Bild eines weiteren blauen Schleimpilzes aus der Nähe von Graz, und aktuell erhielt ich eine Information über eine offenbar blaue Arcyria aus der Nähe von Schwäbisch Gmünd. Die Aussagen der Schleimpilzspezialisten lauten alle gleich:  „nie gesehen“.

Es handelt sich jeweils um verschiedene Arten, so dass eine artliche Farbabweichung bei Ceratiomyxa ausgeschlossen werden kann. Weltweit wurde einmal 2019 aus Kanada über einen blauen Fund berichtet und im Internet veröffentlicht. Bislang hat niemand eine Erklärung für die hierzulande erstmals aufgetretenen türkisblauen Färbungen von Plasmodien gefunden. Schleimpilzsucher sind nun aufgerufen, die Augen offen zu halten und nach weiteren blauen Exemplaren Ausschau zu halten.

Bisher liegen keine ausgereiften blauen Fruktifikationen vor, an denen weitere Untersuchungen angestellt werden können, um dieses Phänomen aufzuklären.

 

Drei sehr seltene Myxomyceten entdeckt

Darüber hinaus wurden in den letzten 12 Monaten drei weitere sehr seltene Exemplare von Myxomyceten (auch Schleimpilze genannt) im Saarpfalzkreis gefunden. Es handelt sich einmal um Symphytocarpus amaurochaetoides, der im Altstadter Wald zwei Mal aufgetreten ist; daneben wurde in der Nähe des Altstadter Friedhofs eine seltene Variante der Stemonitopsis typhina, nämlich die var. similis entdeckt. Als dritte seltene Art wurde unweit der blauen Ceratiomyxa in Lautzkirchen eine größere Ansammlung von Diderma donkii erfasst.

Weitere Informationen zu Myxomyceten unter www.schleimpilze.com

Kein Grund zur Panik - Hornissen und Wespen sind friedlicher als allgemein gedacht

Ob der Sommer früh oder spät in die Gänge kommt, auf eines ist Verlass: Zu Kuchen oder Eis im Freien gesellen sich schnell ungebetene Gäste. Der NABU gibt Tipps für den richtigen Umgang mit Wespen, Hornissen und Co.

NABU-Tipps zum gedeihlichen Miteinander.

Kleine Tiere – große Zahlen

Vom 6. bis 15. August werden wieder Sechsbeiner gezählt!

Der NABU-Insektensommer startet in die nächste Runde. Mitmachen ist ganz einfach: Nehmen Sie sich eine Stunde lang Zeit, suchen Sie sich ein grünes Fleckchen und zählen Sie Schmetterlinge und Käfer, Bienen, Wespen oder auch Blattläuse. Eben alles, was sechs Beine hat.

Beobachten und zählen kann jeder und das fast überall: Garten, Balkon, Park, Wiese, Wald, Feld, Teich, Bach oder Fluss. Das Beobachtungsgebiet soll nicht größer sein als etwa zehn Meter in jede Richtung vom eigenen Standpunkt aus. Gezählt wird eine Stunde lang. Gemeldet werden die Beobachtungen per Online-Formular oder über die kostenlose Web-App NABU Insektensommer.

Tränke für Vögel

Genauso wie andere Tiere müssen auch Vögel trinken. Eine Vogeltränke im Garten ist daher ein willkommenes Angebot. Hier können sich die Federfreunde erfrischen, sich putzen und trinken. Darüber freuen sich nicht nur die Vögel – der Anblick bereitet auch uns Menschen immer wieder Freude. Wichtig ist, dass die Vogeltränke immer sauber gehalten wird. Dazu muss das Wasser möglichst täglich gewechselt und am besten noch die Tränke mit heißem Wasser überbrüht werden, um Keime zu töten. Damit die Vögel keiner Katze zum Opfer fallen, sollte das Vogelbad in mindestens anderthalb Metern Höhe angebracht werden.

Morgens ein Konzert erleben

Stellen Sie Ihren Wecker nach den Piepmätzen!

Besonders in Frühjahr und Sommer können Frühaufsteher*innen am Morgen ein wahres Vogelstimmenkonzert erleben. Doch nicht jeder Vogel stimmt zur gleichen Zeit ein. An der Vogeluhr können Sie ablesen, wie viele Minuten vor Sonnenaufgang die Vögel mit ihrem Gesang beginnen.

Der Sonnenaufgang ist dabei der Referenzzeitpunkt. Fast alle Vogelarten beginnen bereits vor Sonnenaufgang zu singen, die ersten bereits, wenn es noch fast vollständig dunkel ist. Mit fortschreitendem Frühjahr verlagert sich daher der morgendliche Gesangsbeginn in immer frühere Morgenstunden. Gleichzeitig sind die Vögel im Osten wegen des früheren Sonnenaufgangs immer früher dran als Artgenossen weiter im Westen.

Wildblumenwiesen

In diesem Jahr haben wir zusätzliche Flächen auf der Altstadter Gemarkung in Wildblumenwiesen verwandelt.

Durch weitere Zukäufe verfügt der NABU Altstadt inzwischen über ca. 80.000 m² eigene Grundstücke (Streuobstwiesen, Feuchtbiotope, Hecken, Wildblumenwiesen und Wald). Auf insgesamt ca. 8.000 m² Fläche wurden artenreiche Wildblumenwiesen angelegt, um so für eine bessere Lebensgrundlage von Insekten zu sorgen. Durch das Eigentum an den Grundstücken, eine Förderung durch den NABU Bundesverband, die freiwilligen Arbeitseinsätze seiner Mitglieder und Eigenkapital ist der NABU Altstadt in der Lage, diese Flächen nachhaltig und auf Dauer in diesem Sinne zu bewirtschaften. Weitere Informationen unter "Projekte".

Text: Dieter Geib, Foto: Marion Geib

Amphibienschutz

Nach dem erfolgreichen Einsatz in den Jahren 2018 bis 2020 haben der NABU Altstadt und der NABU Blieskastel an der Forststraße im Taubental bei Kirkel am 20. Februar 2021 wieder gemeinsam einen circa 300 Meter langen Kröten-Schutzzaun errichtet.

Die Auffangeimer müssen während der Wanderungszeit (ca. 4-6 Wochen) täglich kontrolliert sowie die Kröten, Molche und Frösche über die Straße getragen werden. Die Helfer kommen aus den NABU-Gruppen Altstadt und Blieskastel, vom BUND und von der Naturwacht.

Im Jahr 2018 waren es 3.259 Tiere, in 2019 stieg die Zahl auf 6.004, in 2020 auf 6.692 Exemplare.

Im Jahr 2021 sind vom 20. Februar bis zum 6. April insgesamt 6.651 Amphibien in unsere Auffangeimer gelangt. Täglich - in Spitzenzeiten sogar zweimal täglich - wurden die 43 Eimer geleert, die Kröten, Molche und Frösche über die Straße getragen und im nahen Marksweiher ausgesetzt. Aufgrund der kühlen und trockenen Witterung hat sich Wanderung in diesem Jahr deutlich länger hingezogen als in den Vorjahren. In den 45 Tagen der Betreuung fanden sich in den Eimern 5684 Erdkröten, 800 Molche (Kamm-, Berg-, Faden- und Teichmolche) sowie 167 Grasfrösche. An manchen Tagen waren es mehr als 1000 Tiere. Weitere Informationen unter "Projekte".

Auffangstationen im Saarland

Programm 2022

Was haben wir für 2022 an Exkursionen und Wanderungen geplant?

Das vorläufige Programm finden Sie hier.

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Bei uns wird nicht gegendert!

Die männlichen Bezeichnungen stehen für alle Geschlechter.