Neue Webseiten des NABU Altstadt

Die NABU-Ortsgruppe Altstadt hat sich entschieden, einen neuen Webauftritt zu erstellen und dafür das  TYPO3-Template des NABU Landesverbandes zu…

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Wildblumenwiesen

In diesem Jahr haben wir zusätzliche Flächen auf der Altstadter Gemarkung in Wildblumenwiesen verwandeln.

Foto: Marion Geib

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Schwalben willkommen

Aufruf an alle Hauseigentümer und Hauseigentümerinnen!

Jahrhundertelang waren Schwalben für uns Menschen ganz selbstverständliche Mitbewohner. Heute…

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Recycling von ausgedienten Handys

Wenn Sie ein ausgedientes Handy haben, geben Sie es bitte beim NABU ab.

Der NABU setzt sich seit 2006 für das Handyrecycling ein und hat zahlreiche…

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NABU App Vogelwelt

Für die Vogelbestimmung war lange Zeit ein gutes Bestimmungsbuch unverzichtbar. Das ist es im Prinzip immer noch, doch das "Buch" muss heute nicht…

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Meldungen und Informationen des NABU

Vogel des Jahres 2022

Die Wahl zum Vogel des Jahres 2022 ist entschieden:
Der Sieger der zweiten öffentlichen Wahl zum Vogel des Jahres vom NABU und seinem bayerischen Partner LBV (Landesbund für Vogelschutz) steht fest: Der Wiedehopf (Upupa epops) hat mit 45.523 und 31,9 Prozent die meisten Stimmen erhalten. Damit ist er nach dem Rotkehlchen der zweite Jahresvogel, der von allen Menschen in Deutschland gewählt werden konnte.

Auf Platz zwei landete die Mehlschwalbe mit 34.773 Stimmen (24,4 Prozent), gefolgt vom Bluthänfling mit 28.442 Stimmen (19,9 Prozent), dem Feldsperling mit 23.259 Stimmen (16,3 Prozent) und dem Steinschmätzer (10.801 Stimmen, 7,6 Prozent).

Die wenigsten, die den Wiedehopf zum Jahresvogel gewählt haben, dürften ihn selbst einmal in der Natur gesehen haben. Denn er kommt nur in einigen Regionen Deutschlands vor, wie zum Beispiel am Kaiserstuhl in Baden-Württemberg, in Rheinhessen oder in den Bergbaufolgelandschaften der Lausitz in Brandenburg und Sachsen. Dort ist das Klima für den wärmeliebenden Vogel geeignet. Der Wiedehopf lebt von größeren Insekten und ihren Larven. Er frisst gerne Käfer, Grillen, Heuschrecken und Schmetterlingsraupen. Es darf auch mal eine Spinne oder sogar eine kleine Eidechse sein. Als Zugvogel verbringt er den Winter in Afrika. Der wissenschaftliche Gattungsname „Upupa“ ist eine Nachahmung des Klangs seines dreisilbigen „upupup“-Balzrufes.

Die Population des Wiedehopfes gilt in Deutschland als gefährdet, da es aufgrund fehlender Lebensräume nur noch wenige Brutpaare gibt – zur Zeit sind es etwa 800 bis 900 Exemplare. Doch das Verbreitungsgebiet dieses wärmeliebenden Vogels wächst, was ein klares Anzeichen des Klimawandels ist.

Weitere Informationen unter: www.vogeldesjahres.de

Jetzt Nistkästen aufhängen

Viele unserer heimischen Singvögel bleiben auch im Winter bei uns und ziehen nicht in den Süden. In der kalten Jahreszeit suchen sie zum Schlafen gerne künstliche Nisthöhlen auf, in denen sie vor Kälte, Regen und Wind geschützt sind. Deshalb ist es gerade jetzt ratsam, Nisthilfen für unsere Wintervögel aufzuhängen. Da Vögel mit 39 bis 42 Grad ständig eine höhere Körpertemperatur als Säugetiere aufrechterhalten müssen, verbrennen sie in der kalten Jahreszeit viel Körperfett. Dadurch verlieren sie schnell an Gewicht und sind oft geschwächt. Eine kalte Nacht auf einem schutzlosen Zweig kann ihnen da schon zum Verhängnis werden.

Das Selberbauen von Nistkästen ist eine dankbare Aufgabe für Heimwerker und macht auch mit Kindern viel Spaß. Der NABU bietet dafür detaillierte Bauanleitungen an. Aber auch im Bau- oder Gartenmarkt gibt es viele gut geeignete Nistkästen zu kaufen. Allerdings hat der NABU wiederholt auch völlig ungeeignete Produkte entdeckt, an denen weder die Kunden noch die Vögel ihre Freude haben. Nicht jede Kiste mit einem Loch ist ein geeigneter Nistkasten. So sind manche billigen Modelle viel zu klein, um im Sommer einer Schar von bis zu zehn Jungen ausreichend Platz zu bieten. Eine Grundfläche von zwölf mal zwölf Zentimeter sollte selbst bei den kleinsten Kästen das Mindestmaß sein. Wichtig ist auch das passende Einflugloch: Für jede Vogelart gibt es eine ideale Größe. Bei den Blaumeisen sind das z.B. 27 mm Durchmesser, bei den Kohlmeisen oder dem Kleiber 32 mm.

Das Einflugloch sollte sich im oberen Teil der Vorderwand befinden, sein unterer Rand sollte mindestens 17 Zentimeter über dem Boden des Kastens liegen, damit Katzen und andere Räuber nicht mit der Pfote die Jungvögel aus dem Nest angeln können. Demselben Zweck dient der Überstand des Daches über dem Flugloch. Je größer der Überstand, desto geringer die Chance, dass Räuber von oben in das Flugloch hineingreifen können. Die häufig vor dem Loch angebrachte Sitzstange ist völlig unnötig und für die Bewohner sogar schädlich, denn sie erleichtert Räubern das Klettern am Kasten.

Das beste Material ist raues Naturholz. Es ist atmungsaktiv und sorgt für ein gutes Klima im Nest. Im Handel gibt es auch Nisthilfen aus Pflanzenbeton, der ebenfalls atmungsaktiv ist; ein weiterer Vorteil dieser Nisthilfen ist die lange Haltbarkeit. Abzulehnen sind Nistkästen aus Plastik, die sich in der Sonne stark aufheizen und zudem den Jungen keine Chance geben, an den glatten Wänden hinaufzuklettern. Zudem muss es unbedingt die Möglichkeit geben, die Kästen nach der Brutsaison zur Reinigung zu öffnen. Fest verschlossene Kästen sind schnell voll mit Nistmaterial, toten Jungvögeln und Vogel-Parasiten und dann auf Jahre unbenutzbar. Ein Nistkasten muss funktional sein, und nicht nur originell aussehen.

Die Kraniche ziehen wieder

Auf ihrem Weg von der Ostsee in ihre Winterquartiere im Südwesten Europas ziehen zahlreiche Kraniche auch über das Saarland und weiter bis zum großen Zwischenrastplatz am „Lac du Der“ in Nordfrankreich. Der Lac du Der-Chantecoq liegt in der südlichen Champagne, in der Region Grand Est und ist mit knapp 48 km² der größte Stausee in Frankreich. Das Ziel der meisten Kraniche ist die spanische Extremadura, wo sie den Winter verbringen. 

Für den Naturbeobachter sind die ziehenden Kraniche an ihrer keilförmigen Formation und den lauten Rufen zu erkennen. Die kräftigen und erfahrenen Tiere fliegen an der Spitze, dann folgen die Familien mit ihren Jungtieren. Bei günstigen Flugbedingungen können die bis 1,30 Meter großen Tiere ohne Halt bis nach Südeuropa fliegen. Manche legen insbesondere bei Wetterumschwüngen aber auch eine Rast ein. Hier ist Rücksichtnahme notwendig, weil die Kraniche bereits eine weite Flugstrecke hinter sich haben, wenn sie eine Pause einlegen. Sie brauchen Ruhe und die Gelegenheit, etwas zu fressen und somit wieder Kräfte zu sammeln.

Myxomyceten in blauer Farbe

Ganz in Blau kamen sie daher, obwohl es so etwas eigentlich laut Lehrbuch gar nicht gibt. Im Schwarzweiherflusstal bei Lautzkirchen entdeckte Klaas Hoffmann von den Pilzfreunden Saar-Pfalz kleine türkisblaue Perlen auf einem Baumstumpf am Bach. Vom Aussehen zweifelsfrei ein Myxomycet, aber die Art war aufgrund mangelnder Reife zunächst nicht bestimmbar. Beim Nachreifen zu Hause entpuppte sich der blaue Schleimpilz als eine im feuchten Frühjahr sehr häufige Art, Ceratiomyxa fruticolosa var. porioides. Diese Art ist normalerweise in weiß oder gelb fruktifizierend, so auch großflächig am umliegenden Totholz.

Eine Nachfrage bei den Autoren des Standardwerkes „Myxomyceten“, Karl-Heinz Baumann und Wolfgang Nowotny, brachte zwar keine Erklärung für eine solche Blaufärbung; aber großes fachliches Interesse. Kurz darauf wurde mir über einen weiteren blauen Fund aus Mittelfrankreich berichtet; ein paar Tage darauf schickte mir W. Nowotny das Bild eines weiteren blauen Schleimpilzes aus der Nähe von Graz, und aktuell erhielt ich eine Information über eine offenbar blaue Arcyria aus der Nähe von Schwäbisch Gmünd. Die Aussagen der Schleimpilzspezialisten lauten alle gleich:  „nie gesehen“.

Es handelt sich jeweils um verschiedene Arten, so dass eine artliche Farbabweichung bei Ceratiomyxa ausgeschlossen werden kann. Weltweit wurde einmal 2019 aus Kanada über einen blauen Fund berichtet und im Internet veröffentlicht. Bislang hat niemand eine Erklärung für die hierzulande erstmals aufgetretenen türkisblauen Färbungen von Plasmodien gefunden. Schleimpilzsucher sind nun aufgerufen, die Augen offen zu halten und nach weiteren blauen Exemplaren Ausschau zu halten.

Bisher liegen keine ausgereiften blauen Fruktifikationen vor, an denen weitere Untersuchungen angestellt werden können, um dieses Phänomen aufzuklären.

 

Drei sehr seltene Myxomyceten entdeckt

Darüber hinaus wurden in den letzten 12 Monaten drei weitere sehr seltene Exemplare von Myxomyceten (auch Schleimpilze genannt) im Saarpfalzkreis gefunden. Es handelt sich einmal um Symphytocarpus amaurochaetoides, der im Altstadter Wald zwei Mal aufgetreten ist; daneben wurde in der Nähe des Altstadter Friedhofs eine seltene Variante der Stemonitopsis typhina, nämlich die var. similis entdeckt. Als dritte seltene Art wurde unweit der blauen Ceratiomyxa in Lautzkirchen eine größere Ansammlung von Diderma donkii erfasst.

Weitere Informationen zu Myxomyceten unter www.schleimpilze.com

Kein Grund zur Panik - Hornissen und Wespen sind friedlicher als allgemein gedacht

Ob der Sommer früh oder spät in die Gänge kommt, auf eines ist Verlass: Zu Kuchen oder Eis im Freien gesellen sich schnell ungebetene Gäste. Der NABU gibt Tipps für den richtigen Umgang mit Wespen, Hornissen und Co.

NABU-Tipps zum gedeihlichen Miteinander.

Kleine Tiere – große Zahlen

Vom 6. bis 15. August werden wieder Sechsbeiner gezählt!

Der NABU-Insektensommer startet in die nächste Runde. Mitmachen ist ganz einfach: Nehmen Sie sich eine Stunde lang Zeit, suchen Sie sich ein grünes Fleckchen und zählen Sie Schmetterlinge und Käfer, Bienen, Wespen oder auch Blattläuse. Eben alles, was sechs Beine hat.

Beobachten und zählen kann jeder und das fast überall: Garten, Balkon, Park, Wiese, Wald, Feld, Teich, Bach oder Fluss. Das Beobachtungsgebiet soll nicht größer sein als etwa zehn Meter in jede Richtung vom eigenen Standpunkt aus. Gezählt wird eine Stunde lang. Gemeldet werden die Beobachtungen per Online-Formular oder über die kostenlose Web-App NABU Insektensommer.

Tränke für Vögel

Genauso wie andere Tiere müssen auch Vögel trinken. Eine Vogeltränke im Garten ist daher ein willkommenes Angebot. Hier können sich die Federfreunde erfrischen, sich putzen und trinken. Darüber freuen sich nicht nur die Vögel – der Anblick bereitet auch uns Menschen immer wieder Freude. Wichtig ist, dass die Vogeltränke immer sauber gehalten wird. Dazu muss das Wasser möglichst täglich gewechselt und am besten noch die Tränke mit heißem Wasser überbrüht werden, um Keime zu töten. Damit die Vögel keiner Katze zum Opfer fallen, sollte das Vogelbad in mindestens anderthalb Metern Höhe angebracht werden.

Morgens ein Konzert erleben

Stellen Sie Ihren Wecker nach den Piepmätzen!

Besonders in Frühjahr und Sommer können Frühaufsteher*innen am Morgen ein wahres Vogelstimmenkonzert erleben. Doch nicht jeder Vogel stimmt zur gleichen Zeit ein. An der Vogeluhr können Sie ablesen, wie viele Minuten vor Sonnenaufgang die Vögel mit ihrem Gesang beginnen.

Der Sonnenaufgang ist dabei der Referenzzeitpunkt. Fast alle Vogelarten beginnen bereits vor Sonnenaufgang zu singen, die ersten bereits, wenn es noch fast vollständig dunkel ist. Mit fortschreitendem Frühjahr verlagert sich daher der morgendliche Gesangsbeginn in immer frühere Morgenstunden. Gleichzeitig sind die Vögel im Osten wegen des früheren Sonnenaufgangs immer früher dran als Artgenossen weiter im Westen.

Wildblumenwiesen

In diesem Jahr haben wir zusätzliche Flächen auf der Altstadter Gemarkung in Wildblumenwiesen verwandelt.

Durch weitere Zukäufe verfügt der NABU Altstadt inzwischen über ca. 80.000 m² eigene Grundstücke (Streuobstwiesen, Feuchtbiotope, Hecken, Wildblumenwiesen und Wald). Auf insgesamt ca. 8.000 m² Fläche wurden artenreiche Wildblumenwiesen angelegt, um so für eine bessere Lebensgrundlage von Insekten zu sorgen. Durch das Eigentum an den Grundstücken, eine Förderung durch den NABU Bundesverband, die freiwilligen Arbeitseinsätze seiner Mitglieder und Eigenkapital ist der NABU Altstadt in der Lage, diese Flächen nachhaltig und auf Dauer in diesem Sinne zu bewirtschaften. Weitere Informationen unter "Projekte".

Text: Dieter Geib, Foto: Marion Geib

Amphibienschutz

Nach dem erfolgreichen Einsatz in den Jahren 2018 bis 2020 haben der NABU Altstadt und der NABU Blieskastel an der Forststraße im Taubental bei Kirkel am 20. Februar 2021 wieder gemeinsam einen circa 300 Meter langen Kröten-Schutzzaun errichtet.

Die Auffangeimer müssen während der Wanderungszeit (ca. 4-6 Wochen) täglich kontrolliert sowie die Kröten, Molche und Frösche über die Straße getragen werden. Die Helfer kommen aus den NABU-Gruppen Altstadt und Blieskastel, vom BUND und von der Naturwacht.

Im Jahr 2018 waren es 3.259 Tiere, in 2019 stieg die Zahl auf 6.004, in 2020 auf 6.692 Exemplare.

Im Jahr 2021 sind vom 20. Februar bis zum 6. April insgesamt 6.651 Amphibien in unsere Auffangeimer gelangt. Täglich - in Spitzenzeiten sogar zweimal täglich - wurden die 43 Eimer geleert, die Kröten, Molche und Frösche über die Straße getragen und im nahen Marksweiher ausgesetzt. Aufgrund der kühlen und trockenen Witterung hat sich Wanderung in diesem Jahr deutlich länger hingezogen als in den Vorjahren. In den 45 Tagen der Betreuung fanden sich in den Eimern 5684 Erdkröten, 800 Molche (Kamm-, Berg-, Faden- und Teichmolche) sowie 167 Grasfrösche. An manchen Tagen waren es mehr als 1000 Tiere. Weitere Informationen unter "Projekte".

Auffangstationen im Saarland

Programm 2022

Was haben wir für 2022 an Exkursionen und Wanderungen geplant?

Das vorläufige Programm finden Sie hier.

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Bei uns wird nicht gegendert!

Die männlichen Bezeichnungen stehen für alle Geschlechter.