Jahresprogramm 2022

Das Jahresprogramm 2022 des NABU-Altstadt ­(pdf).
Bitte Änderungen beachten - siehe Menüpunkt "Programm"!


Meldungen und Informationen des NABU

Wer wird Vogel des Jahres 2023 ?

Ab sofort kann der Vogel des Jahres 2023 gewählt werden!

Der NABU und der LBV rufen wieder zur öffentlichen Vogelwahl auf. Ganz Deutschland ist gefragt, bis zum 27. Oktober einen Favoriten aus fünf Arten zu bestimmen.

Die digitalen Wahlkabinen sind wieder geöffnet: Bestimmen Sie mit, wer das Rennen macht und Vogel des Jahres 2023 wird. Im vergangenen Jahr haben mehr als 143.000 Menschen bei unserer Wahl mitgemacht und den Wiedehopf zum Vogel des Jahres 2022 gekürt. Das zeigt deutlich, wie groß das Interesse an Naturschutz und der heimischen Vogelwelt ist. Jetzt können wieder alle mitentscheiden, wer die Krone der Vogelwelt 2023 tragen soll.

In Deutschland leben mehr als 300 Vogelarten. Die Vogelkundler/innen des NABU haben fünf Arten ausgesucht, unter denen abgestimmt werden kann. Für den Jahresvogel 2023 gehen ins Rennen: Braunkehlchen, Feldsperling, Neuntöter, Teichhuhn und Trauerschnäpper. Jeder der fünf Vögel steht für ein Naturschutzthema, das dringend mehr Aufmerksamkeit braucht. Denn Klimakrise, Insektenschwund, intensive Landwirtschaft und Verlust von naturnahem Grün bedrohen die Bestände unserer Vogelarten.

Mulchen, Hacken, richtig gießen – so wächst es auch bei Hitzewellen gut

Hohe Temperaturen und kaum Regen in Sicht: In vielen Teilen Deutschlands ist es viel zu trocken. Das macht sich auch im Garten bemerkbar. Böden und Pflanzen steckt noch die Dürreperiode von 2018 bis 2020 in den Knochen. Die Grundwasserverluste konnten noch nicht wieder ausgeglichen werden. Dafür hat es bisher viel zu wenig geregnet. Damit es im Garten gut wächst, müssen Gärtnerinnen und Gärtner einiges beachten. Der NABU hat acht Tipps, wie der Garten Trockenheit und Hitze gut übersteht.

Tipp1: Regenwasser sammeln. Wasser wird zunehmend ein knappes Gut – auch bei uns. In einigen besonders von Dürre betroffenen Teilen Deutschlands ist es inzwischen verboten, Wasser aus Flüssen und Seen zu entnehmen oder seinen Pool mit Trinkwasser zu füllen. Regentonnen oder andere Sammelbehälter sollten in jedem Garten zur Bewässerung genutzt werden, damit nicht so viel Trinkwasser verbraucht wird. Konrad: „Die Tonnen müssen unbedingt abgedeckt sein, damit kleine Tiere nicht hineinfallen und ertrinken können. Außerdem verhindert man so, dass Mücken das Wasser als Brutstätte nutzen.“

Tipp 2: Richtig gießen. Bei starker Sonneinstrahlung verdunstet ein Teil der Gießmenge, ohne dass die Pflanzen das Wasser aufgenommen haben, daher am besten früh morgens oder abends wässern. Außerdem sollte man lieber einmal richtig den Boden am Wurzelbereich durchfeuchten als täglich ein bisschen gießen. Sonst werden die tieferen Bodenschichten nicht ausreichend mit Wasser versorgt. Außerdem bilden die Pflanzen in diesem Fall nur kurze Wurzeln aus. Wenn man sie „trainiert“, indem man sie weniger häufig, aber dafür intensiver gießt, produzieren sie längere Wurzeln und kommen so auch an tiefere Bodenschichten, die weniger schnell austrocknen.

Tipp 3: Einmal gehackt ist dreimal gegossen. Diese alte Gärtnerweisheit gilt in Zeiten der Trockenheit umso mehr. Beim Hacken werden die Kapillaren im Boden unterbrochen. Diese kleinsten Poren leiten Wasser aus tieferen Bodenschichten nach oben, wo es verdunstet. Unterbricht man den Mechanismus, wird Wasser im Boden zurückgehalten. Am besten nach dem Gießen alle Beete einmal oberflächlich durchhacken. Dabei lassen sich auch gleich unerwünschte Wildkräuter entfernen.

Tipp 4: Mulchen. Bei Trockenheit sollte der freie Boden zwischen den Gemüsepflanzen eine Mulchdecke erhalten. Sie kann zum Beispiel aus trockenem Rasenschnitt, Laub, Gemüseresten, Schafwolle oder gejäteten Wildpflanzen bestehen. Letztere sollten aber keine reifen Samen haben, damit man sie nicht ungewollt aussät. Der Mulch hält den Boden schön feucht und versorgt die Beete zudem mit Nährstoffen.

Tipp 5: Mikroklima verbessern. Eine Hecke aus heimischen Gehölzen hält Wind ab und spendet Schatten. So geschützt verlieren die Pflanzen hinter der Hecke weniger Wasser durch Verdunstung. Auf dem Balkon wird derselbe Effekt mit einer Pergola aus Kletterpflanzen wie Jelängerjelieber oder Waldrebe erzielt. Ein Teich im Garten verdunstet Wasser und kühlt so seine Umgebung.

Tipp 6: Rasen weniger mähen oder eine Wildblumenwiese anlegen. Ein raspelkurzer Golfrasen kapituliert bei längerer Trockenheit schnell. Wer seinen Rasen länger wachsen lässt und auch Wildkräuter im Grün duldet, braucht Trockenheit viel weniger zu fürchten. Eine Wildblumenwiese mit standortheimischen Pflanzen kommt sogar ganz ohne künstliche Bewässerung aus. 

Tipp 7: Auf heimische Pflanzen setzen. Viele Pflanzen von weither wie Hortensien oder Rhododendren brauchen regelmäßig Wasser. Heimische Gehölze und Stauden, die zum eigenen Boden und Klima passen, kommen meist besser mit vorhandenen Klimabedingungen und Trockenperioden zurecht. Heimische Alternativen wie Feldahorn, Natternkopf, Dost oder Wiesensalbei werden zudem gern von heimischen Insekten besucht.

Tipp 8: An tierische Gartenhelfer denken. Nicht nur Pflanzen, auch die Tiere im Garten brauchen Wasser bei großer Hitze und Trockenheit. Darum Vogel- und Insektentränken mit Ausstiegshilfen für Kleintiere im Garten aufstellen. Eine Bauanleitung für eine katzensichere Vogeltränke bietet der NABU auf www.NABU.de/vogeltraenke. Für die Insektentränke einfach in einen Blumenuntertopf Steine legen und täglich frisches Wasser einfüllen. 

Wieder Storchennachwuchs in Limbach

Bereits im dritten Jahr hat ein Storchenpaar seine Wohnstatt und seine Kinderstube in unserer Gemeinde errichtet. An ihren Ringen lässt sich feststellen, dass es immer das gleiche Paar ist. Sie trägt die Nummer AX111, ist 6 Jahre alt und stammt aus Neustadt an der Weinstraße. Er hat die Nummer AY417 auf seinem Ring, ist 5 Jahre alt und stammt aus Bann bei Landstuhl. Im Frühjahr 2020 haben die beiden Pfälzer sich in Altstadt in der einige Jahre zuvor vom NABU aufgestellten Nisthilfe am Feilbach in Altstadt niedergelassen, Nistmaterial zusammengetragen und 3 Eier gelegt. Leider sind von den 3 geschlüpften Jungen nur 2 herangewachsen. Eines der beiden verbliebenen ist dann Opfer eines späten Kälte- und Nässeeinbruchs geworden, so dass nur ein Jungstorch ausgeflogen ist. Ob diese schlechte Erfahrung oder andere Gründe ausschlaggebend für den Umzug nach Limbach waren, ist nicht bekannt. Im Frühjahr 2021 machten die beiden dem in Limbach neben dem Seniorenheim ansässigen Storchenpaar den Horst streitig und bezogen als Sieger dort die neue Wohnung. Dieses Mal gelang es Ihnen, alle drei Jungen großzuziehen und zum Ausfliegen zu bringen. Zwischenzeitlich begutachtete ein junger Storch aus der Nähe von Bitch das Altstadter Nest, überlegte es sich dann aber doch anders und flog weiter.

Auch in diesem Jahr bezogen AX111 und AY417 wieder das Nest in Limbach und verteidigten es gegen konkurrierende Paare. AY417 zeigte sich zu Beginn des Öfteren in Begleitung einer jungen Störchin aus den Zweibrücker Land, schritt aber dann doch mit seiner angestammten Gattin zur Brut. Wieder sind 3 junge Störche aufgewachsen, die Anfang Juli kurz vor dem Ausfliegen stehen. Durch die jahrelange Nutzung der Nisthilfe ist ein immenses Nest entstanden, in das jedes Jahr neues, zusätzliches Material eingelagert wird. Der Pfosten, auf dem das Nest sitzt, hat sich mittlerweile unter der Last geneigt und an Stabilität verloren. Die Gemeinde hat zugesagt, sich zusammen mit dem NABU um eine Renovierung der Storchenbehausung zu kümmern, so dass im kommenden Jahr einer weiteren Brut nichts im Wege steht.

Keine Angst vor Hornissen

Bei anhaltend schönen Sonnentagen lassen sich Hornissen, Wespen und Co wieder vermehrt in unseren Gärten blicken. Kein Grund zur Panik, wenn einige einfache Regeln beachtet werden.

Hornissen sind vom Aussterben bedroht und deshalb durch das Bundesnaturschutzgesetz und durch die Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt. Die Hornisse darf nicht getötet und ihr Nest nicht beschädigt oder sogar zerstört werden. Die friedliche Hornisse sticht nur, wenn sie sich bedroht fühlt. Der Anlass ist meist vermeidbares menschliches Fehlverhalten.

Ist es passiert, bewahren Sie Ruhe. Es ist ein Märchen, dass Hornissenstiche gefährlicher sind, als Bienen- und Wespenstiche. Die Hornisse wehrt sich mit einem Adrenalinhemmer gegen ihren vermeintlichen Angreifer. Die Einstichstelle gleich kühlen. Nehmen Sie keinen Alkohol zu sich, besser einen starken Kaffee, der den Kreislauf anregt und die Adrenalinausschüttung verstärkt. Bei mehreren Stichen kann Calcium genommen werden.

Liegt eine Insektenstich-Allergie vor (2 - 3% der Bevölkerung) sicherheitshalber sofort ärztliche Hilfe hinzuziehen. Allergiker sollen im Sommer und Herbst immer ein Notfallset mitführen.

Der NABU Saarland, das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) als Artenschutzbehörde und die saarländischen Hornissenberater setzen sich dafür ein, dass Hornissennester geschützt und erhalten bleiben können. Deshalb beraten wir Bürgerinnen und Bürger, die sich wegen Hornissen in ihrer Wohnumgebung Sorgen machen, gerne und ausführlich.

Weitere Einzelheiten im NABU-Flyer (pdf).

Kontakt: NABU Saarland, Landesgeschäftsstelle, Tel. 0 68 81 / 9 36 19 - 0

Unterstützung für den Herbstzug unserer Vögel gesucht!

Die NABU-Beringungsstation „Mittleres Saartal“ in Saarlouis-Lisdorf sucht ehrenamtliche Unterstützung für das saisonale Projekt der Erfassung des herbstlichen Vogelzugs durch wissenschaftliche Vogelberingung.

Wir suchen erfahrene Beringer*innen mit praktischer Beringungserfahrung, aber auch Beringungshelfer*innen ohne Vorkenntnisse als ehrenamtliche Unterstützung für den standardisierten Fangbetrieb der Station.

- Projektzeitraum 21.07.–31.10.2022.
- Wöchentlich mindestens fünf Beringungstage und zwei freie Tage, die je nach Wetter und Verfügbarkeit des Personals spontan terminiert werden.
- Fang mit Japannetzen, stündliche Netzkontrollen mit bis zu 500 Vögeln pro Tag.
- Täglich mindestens 8 Stunden Fangbetrieb ab Sonnenaufgang.
- Kostenfreie Unterkunft in der Station möglich.
- Dusche/WC können bei IKEA rund um die Uhr mitbenutzt werden.

Bei Interesse, uns als Helfer*in zu unterstützen freuen wir uns auf eure Mail, WhatsApp oder euren Anruf. Eure Fragen klären wir natürlich gerne auch im persönlichen Gespräch.

Hindergrundinformationen und weitere Einzelheiten findet Ihr in folgender Übersicht (pdf).

Vogel des Jahres 2022

Die Wahl zum Vogel des Jahres 2022 ist entschieden:
Der Sieger der zweiten öffentlichen Wahl zum Vogel des Jahres vom NABU und seinem bayerischen Partner LBV (Landesbund für Vogelschutz) steht fest: Der Wiedehopf (Upupa epops) hat mit 45.523 und 31,9 Prozent die meisten Stimmen erhalten. Damit ist er nach dem Rotkehlchen der zweite Jahresvogel, der von allen Menschen in Deutschland gewählt werden konnte.

Auf Platz zwei landete die Mehlschwalbe mit 34.773 Stimmen (24,4 Prozent), gefolgt vom Bluthänfling mit 28.442 Stimmen (19,9 Prozent), dem Feldsperling mit 23.259 Stimmen (16,3 Prozent) und dem Steinschmätzer (10.801 Stimmen, 7,6 Prozent).

Die wenigsten, die den Wiedehopf zum Jahresvogel gewählt haben, dürften ihn selbst einmal in der Natur gesehen haben. Denn er kommt nur in einigen Regionen Deutschlands vor, wie zum Beispiel am Kaiserstuhl in Baden-Württemberg, in Rheinhessen oder in den Bergbaufolgelandschaften der Lausitz in Brandenburg und Sachsen. Dort ist das Klima für den wärmeliebenden Vogel geeignet. Der Wiedehopf lebt von größeren Insekten und ihren Larven. Er frisst gerne Käfer, Grillen, Heuschrecken und Schmetterlingsraupen. Es darf auch mal eine Spinne oder sogar eine kleine Eidechse sein. Als Zugvogel verbringt er den Winter in Afrika. Der wissenschaftliche Gattungsname „Upupa“ ist eine Nachahmung des Klangs seines dreisilbigen „upupup“-Balzrufes.

Die Population des Wiedehopfes gilt in Deutschland als gefährdet, da es aufgrund fehlender Lebensräume nur noch wenige Brutpaare gibt – zur Zeit sind es etwa 800 bis 900 Exemplare. Doch das Verbreitungsgebiet dieses wärmeliebenden Vogels wächst, was ein klares Anzeichen des Klimawandels ist.

Weitere Informationen unter: www.vogeldesjahres.de

Tränke für Vögel

Genauso wie andere Tiere müssen auch Vögel trinken. Eine Vogeltränke im Garten ist daher ein willkommenes Angebot. Hier können sich die Federfreunde erfrischen, sich putzen und trinken. Darüber freuen sich nicht nur die Vögel – der Anblick bereitet auch uns Menschen immer wieder Freude. Wichtig ist, dass die Vogeltränke immer sauber gehalten wird. Dazu muss das Wasser möglichst täglich gewechselt und am besten noch die Tränke mit heißem Wasser überbrüht werden, um Keime zu töten. Damit die Vögel keiner Katze zum Opfer fallen, sollte das Vogelbad in mindestens anderthalb Metern Höhe angebracht werden.

Morgens ein Konzert erleben

Stellen Sie Ihren Wecker nach den Piepmätzen!

Besonders in Frühjahr und Sommer können Frühaufsteher*innen am Morgen ein wahres Vogelstimmenkonzert erleben. Doch nicht jeder Vogel stimmt zur gleichen Zeit ein. An der Vogeluhr können Sie ablesen, wie viele Minuten vor Sonnenaufgang die Vögel mit ihrem Gesang beginnen.

Der Sonnenaufgang ist dabei der Referenzzeitpunkt. Fast alle Vogelarten beginnen bereits vor Sonnenaufgang zu singen, die ersten bereits, wenn es noch fast vollständig dunkel ist. Mit fortschreitendem Frühjahr verlagert sich daher der morgendliche Gesangsbeginn in immer frühere Morgenstunden. Gleichzeitig sind die Vögel im Osten wegen des früheren Sonnenaufgangs immer früher dran als Artgenossen weiter im Westen.

Auffangstationen im Saarland

Programm 2022

Was haben wir für 2022 an Exkursionen und Wanderungen geplant?

Das vorläufige Programm finden Sie hier.

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NiS - Naturschutz im Saarland

Ausgabe 2/2022:

Natur-Beobachtungen: Einflug der Kernbeißer
Artenschutzprojekte: Schutz für Amphibien
Vier Jubiläen: Aber auch ein Grund zum Feiern?

Ausgaben 1 bis 4 in 2022

Ausgaben 1 bis 4 in 2021

Bei uns wird nicht gegendert!

Wir nutzen keine "Sternchen" - wir wollen unsere deutsche Sprache nicht verschandeln. Selbstverständlich wenden wir uns gleichermaßen an Frauen, Männer und alle anderen Menschen.